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Bersenbrücker Kreisblatt, 02.11.2011
Tommy Schneller „Special Guest“

Osnabrücker Big Band überzeugt eingespielt und ohne Scheuklappen im Bramscher Filmtheater Universum

Bramsche. Als „Dixieband“ sind „Tuten & Blasen“ vor 21 Jahren gestartet. Wie viel sich seitdem innerhalb der Band und an ihrer musikalischen Ausrichtung geändert hat, sah man beim Konzert im Filmtheater Universum schon mit einem flüchtigen Blick auf die Bühne. Zahlen- und soundmäßig hatten die Osnabrücker alles aufzuweisen, was eine sprichwörtliche und stilechte „Big Band“ so braucht. 
Fein säuberlich hatte Robert Kretzschmar seine Musiker am Dienstagabend vor sich aufgereiht. Auf der rechten Seite des Dirigenten waren alle Holz- und Blechbläser (13 an der Zahl) positioniert und auf der vom Publikum aus gesehen linken Seite vergnügten sich neben der Rhythmussektion aus Bass und Schlagzeug noch Gitarrist Wolfgang Gerdes, Organist Wolfgang Deffner und Frontfrau Anita Schnitker. Zusätzlich kam auf dieser Bühnenhälfte im Verlauf des Konzerts ein weiterer Musiker zum Einsatz, der eigentlich gar nicht zum Stammpersonal der Big Band gehört. Tommy Schneller unterstützte die Formation bei einigen Stücken als „Special Guest“ und wurde vom Publikum des Öfteren mit Szenenapplaus bedacht.

Das Repertoire von „Tuten & Blasen“ beschränkte sich nicht nur auf instrumentale Big-Band-Klassiker von Count Basie, Glenn Miller oder Duke Ellington. Dank Sängerin Anita Schnitker und Jazz-Allrounder Tommy Schneller kamen auch Gesangseinlagen im Universum nicht zu kurz. Schnitker war dabei für eher langsamere Stücke wie „What a Diff’rence a Day Makes“ oder „The Look of Love“ zuständig, und Schneller prägte mit seiner Reibeisenstimme und diversen filigranen Saxofonsoli Up-Tempo-Nummern wie „Unchain My Heart“ oder die kraftvolle Blues-Funk-Interpretation des Otis-Redding-Klassikers „(Sittin’ On The Dock of the Bay“).

Allgemein waren es diese überraschenden, von der Big-Band-Norm ein wenig abweichenden Momente, in denen die Musiker den traditionellen Jazz-Orchester-Sound verließen und auch andere Stilelemente zuließen, die zu den besonderen Stärken von „Tuten & Blasen“ zählten. Ausflüge ins Lateinamerikanische, Wolfgang Gerdes’ kleine Rock-’n’-Roll-Tupfer oder funkige Jazzvariationen gehörten somit zu den Höhepunkten des Abends.

Profitieren konnte die Formation, egal welchen Stil oder welchen Song man gerade vom Notenzettel ablas, von ihrer bemerkenswerten Eingespieltheit. Robert Kretzschmar dirigierte sein Ensemble zielgenau auf jede einzelne Passage zu und ließ den einzelnen Musikern trotzdem genügend Freiheiten, um auch einmal ein wenig aus dem Rahmen zu fallen. Das Ergebnis war ein präziser, aber nicht zu steril und zu stromlinienförmig vorgetragener Big-Band-Sound, der nicht nur die tonangebende Bläsersektion in den Vordergrund stellte, sondern die gesamten 20 Musiker ins Rampenlicht rückte.
Neue Osnabrücker Zeitung, 16.04.2010

Erfolgreicher Abend für Lila-Weiß

Von Martina Binnig Fotos!
Am Mittwochabend stand in Osnabrück alles unter lila-weißen Vorzeichen: Während der VfL seine Tabellenführung verteidigte, spielte die Osnabrücker Big Band „Tuten und Blasen“ im Haus der Jugend auf.
Und auch deren Logo-Schilder vor den Notenpulten sind in Lila-Weiß gehalten. Folgerichtig teilt Bandleiter Robert Kretzschmar das Konzert in zwei Halbzeiten à 45 Minuten auf und fragt das Publikum nach der Pause nach dem Spielstand. Nach 90 Minuten fällt das Ergebnis dann zwar so positv aus, dass es eigentlich keine Nachspielzeit geben müsste. Das begeisterte Publikum erklatscht sich aber trotzdem mehrere Zugaben – allerdings erst, als es das rhythmisch tut, so wie von Kretzschmar gefordert. Der erweist sich nämlich nicht nur als versierter Bandleiter, sondern auch als relaxter Moderator mit subtilem Humor.

Gast aus Essen
Besonderer Gast bei dem Auftritt der vor 21 Jahren an der Gesamtschule Schinkel gegründeten Bigband ist diesmal Trompeter Stephan Struck aus Essen, der auch etliche Arrangements des Programms beigesteuert hat. Weitere Solistin ist die bandeigene Sängerin Anita Schnitker, die extrovertiert und stets lächelnd eine perfekte Show bietet. Manchmal singen beide auch im Duett – so wie es seinerzeit schon Ella und Louis taten. Und das Programm umfasst tatsächlich in erster Linie alte Swingnummern, allerdings mit etwas Latin und Funk garniert.

Katze an der Hammond
Auch die Bandmitglieder treten solistisch in Erscheinung: Altsaxofonist Christoph Meiners etwa bereitet in "September In The Rain" mit zarter Melancholie den ersten Auftritt Strucks vor. Meistens geht es aber richtig zur Sache. Etwa, wenn sich Wolfgang Deffner an der Hammondorgel in seiner Lieblingsnummer "The Cat" austobt. Oder wenn Pastor Wolfgang Gerdes aus Quakenbrück auf der E-Gitarre improvisiert. Denn bei „Tuten und Blasen“ haben neben Musiklehrern die unterschiedlichsten Berufsgruppen zusammengefunden.

In memoriam des kürzlich verstorbenen Bundesjazzorchester-Leiters Peter Herbolzheimer erklingt dessen Arrangement von "I Wish You Love", und bei der Ballade "When Sunny Gets Blue" werden gar Wunderkerzen im Publikum entzündet. Das Schlusswort hat aber der Swing-Klassiker "All Of Me", bei dem Struck und Schnitker noch einmal abwechselnd solieren und die Band ihren satten Sound zelebriert. Ein erfolgreicher Abend für alle Osnabrücker Lila-Weißen, im Haus der Jugend und an der Bremer Brücke.

Oldenburgische Volkszeitung

Mehr als nur Jazz mit Tuten & Blasen

Bigband aus Osnabrück begeistert mit großem Repertoire Zuhörer in Vechtas Gulfhaus
Vechta (lu) - Geballte musikalische Höchstleistung stand am Samstag im Gulfhaus in Vechta auf der Bühne: Die 19-köpfige Band „Osnabrücker Bigband Tuten & Blasen" passte gerade so -mit einigen Anbauten - auf die kleine Empore. Organisator Tobias Weiss bat die Zuhörer während des Konzertes rechts und links etwas zu „stützen".
Eigentlich heißt die Reihe, bei der Tuten & Blasen aufspielte, „Jazz im Gulfhaus", aber die Musiker der Band aus Osnabrück können viel mehr als „nur" Jazz. Die vor 21 Jahren an der Gesamtschule Osnabrück-Schinkel als Dixieband gegründete Formation spielte im Gulfhaus unter der Leitung von Thilo Zwartscholten, der den erkrankten Robert Kretzschmar vertrat.
Aus der Dixieland-Band ist eine moderne Bigband mit Musikern aus allen Berufs- und Altersgruppen geworden. Der Dixieland ist dabei auf der Strecke geblieben. Die Bigband verfügt nun über ein umfangreiches Repertoire mit Swing-, Latin-, Rock-, Funk und Bluesarrangements. Sängerin Anita Schnitker-Hinrichs sang mit ihrer kraftvollen schönen Stimme Songs wie „How Sweet It Is (to be Loved by You)" oder auch das bekannteste Bossa-Nova-Lied „The Girl from Ipanema". Selbst die „Die Moritat von Mackie Messer", von Kurt Weill für Bertolt Brechts „Die Dreigroschenoper" geschrieben, stimmte die Band an, genauso wie „Oye Co-mo Va" von Carlos Santana. Solo-Einlagen der einzelnen Mitglieder begeisterten die Zuhörer immer wieder so sehr, dass Sängerin Anita meinte: „Ist bestimmt spiegelglatt draußen, eigentlich könnten wir durchmachen." Das Publikum erklatschte sich noch zwei Zugaben. Und Organisator Peter gr. Beilage resümierte: „Das Klangvolumen ist einfach einzigartig!"
   
Neue Osnabrücker Zeitung, 23.12.2006
Wandelnde Weihnachtsbäume
Benefizkonzert mit "Tuten & Blasen"
Von Tom Bullmann
Osnabrück.
Zwei laut tönende, wandelnde Weihnachtsbäume sorgen für gute Laune: Tannenzweige, güldenes Lametta, blinkende Lichterketten und bunte Geschenktüten verzieren die Trommeln und Becken, mit denen das mobile Percussionsduo Brüntjen und Dölker das Blue Note unsicher macht. Unterstützt von einer Bigband, ziehen die beiden durchs Publikum und klopfen auf Gläsern, Flaschen, Inventar und einer selbst mitgebrachten Mülltonne den Santana-Klassiker "Oye Como Va".

Der Auftritt von Joachim Brüntjen und Joachim Dölker als Gäste eines Benefiz-Konzerts bildet einen der vielen Höhepunkte des Abends im Blue Note. Die Osnabrücker Bigband "Tuten und Blasen" tritt auf und sorgt dafür, dass 2000 Euro auf das Konto einer Hilfsorganisation fließen, die sich um benachteiligte alte Menschen in der ganzen Welt kümmert. "HelpAge" heißt das gemeinnützige, entwicklungspolitische Hilfswerk, das erst vor kurzem eine deutsche Zentrale eröffnete: in Osnabrück.

"Ein tolles Ergebnis", freut sich Michael Bünte vom HelpAge-Vorstand Deutschland. Vor allem sei er froh, dass die Veranstaltung allen Beteiligten viel Spaß gemacht habe: den Veranstaltern, den Musikern und auch den Gästen. "Das war unsere Premiere in Osnabrück, und sie ist wirklich gelungen", so Bünte. Zusammen mit dem Blue Note und dem Bandleader von "Tuten und Blasen", Robert Kretzschmar, hatte er das Konzept erarbeitet und das Gastspiel zu einem Konzert mit viel Osnabrücker Musikprominenz gemacht.

Joachim Raffel ist der erste Gast mit einer aufregenden Fats-Waller-Nummer. Sängerin Anita Schnittger-Hinrichs bekommt alsbald Vokalunterstützung von Peter Witte und Kai Lünnemann, der mit der Interpretation einer Duke-Ellington-Komposition beweist, dass er nicht nur Robbie Williams covern kann.

Swing, Funk, Jazz und Blues finden sich im Repertoire von "Tuten und Blasen". Man könnte meinen, es mit einem ausgewachsenen Profiorchester zu tun zu haben, denn das hohe Niveau entspricht so gar nicht dem einer Hobbyband. "Moon Dance" mit dem Saxofonisten Volker Winck und eine Ballade von Pat Metheny mit Uwe Nolopp am Flügelhorn erweisen sich als weitere Highlights des Abends. Als nach dem Posaunisten Dieter Kuhlmann Toscho Todorovic auf die Bühne gebeten wird, geht ein Raunen durch die Zuhörer: "Jetzt wird es wohl Blues geben." "747" heißt der Song der Blues Company, der durch die Bläserunterstützung mächtig an Effet gewinnt.

Rock'n'Roll im Swingformat versammelt noch einmal alle Mitwirkenden auf der Bühne: Bei "Route 66" zeigen sie einmal mehr ihre speziellen Qualitäten und lassen einen rundum gelungenen Benefiz-Abend stimmungsvoll ausklingen

Bramscher Nachrichten, 23. Februar 2006
Viele Zugaben nach mitreißendem Konzert
Bigband „Tuten und Blasen" bewies im „Universum" Klangvielfalt von Klassik über Rock bis Funk

Bramsche Wer schon immer mal wissen wollte, wie es klingt, wenn Bigbands neben klassischen Swingstücken auch Rock-und sogar Funkelemente in ihr Repertoire einbinden, kam am Dienstagabend voll auf seine Kosten. Die Osnabrücker Bigband „Tuten und Blasen" unter der Leitung von Robert Kretzschmar gab sich im „Universum" die Ehre und überzeugte auf ganzer Linie mit einem mitreißenden Konzert.
Dabei war das Filmtheater bei seiner zweiten Veranstaltung in diesem Jahr sehr gut besucht. Bereits mit dem Eröffnungsstück „The Chicken" legte das knapp zwanzigköpfige Osnabrücker Orchester einen wahrhaftigen „Reißer" hin.
Das stark mit Funkelementen durchsetzte Instrumen-talstück mit der groovig-erdi-gen Basslinie, einer treibenden Rhythmus-Gitarre mit dem so typischen, knackigen
„Clean-Sound", der gewaltigen Klangfülle der Blasinstrumente und einer quirligen Hammondorgel widerlegte eindeutig die These, dass ausschließlich Swingstücke zu Bigbands passen.

Allerdings hatten die Osnabrücker auch klassische Titel etwa von George Gershwin, Duke Ellington oder Glenn Miller in ihrem Repertoire. Mit „Birdland" von Joe Zawi-nul greift die Bigband jedoch auch zeitgenössische Arrangements auf. Mit Balladen wie „Crazy River" und Swingstücken wie „Cute", mit „Route 66", einem blues-lastigen Werk, und dem Latin-Klassiker „Oye como va", den Carlos Santana populär | machte, ruhte das Programm auf einem ausgesprochen breiten, musikalischen Fundament.

 

 

 In diesen Stücken kam die lebendige, einfühlsame Stimme von Sängerin Anita Schnitger-Hinrichs besonders zum Tragen. Mit „Green Onions" gab sich die Band dann sogar rockig.

„Tuten und Blasen" begeisterte mit einer überwältigenden Klangvielfalt, ohne auf-

Publikum forderte lautstark Zugabe

dringlich zu sein und den feinen Sinn für klug gesetzte Breaks und virtuose Soli zu verlieren. Dieser Ansicht war das Bramscher Publikum offenbar auch und forderte lautstark Zugabe, die seitens der Band natürlich gegeben wurde. Das Fazit des musikalischen Abends lautete: Auf ganzer Linie gelungen.

Neue Osnabrücker Zeitung, 22. März 2002
Big Band mit Blues-Erdung
Eine gute Mischung: „Toscho" und „Tuten und Blasen"
Von Ralf Döring
Bringen die Lehrer, die sich da auf der Bühne im Haus der Jugend verausgaben, auch nur einen Bruchteil dessen in den Klassenraum, was sie als Bandmitglieder von „Tuten und Blasen" zelebrieren, müsste der Unterricht bei ihnen ziemlich locker ablaufen. Die Inhalte würden sie stringent, aber doch lebhaft und mitreißend vermitteln, und es wäre auch in der sechsten Stunde noch so spannend, dass die Schüler an Schulschluss gar nicht denken möchten.

Ob es den profilierten Hobbymusikern, gelingt, den Berufsalltag so locker swingend zu gestalten wie den Feierabend, sei dahingestellt. Tatsache aber ist, dass sie bei „Tuten und Blasen" Freude vermitteln: am traditionellen Big Band-Jazz.

Zwei Stunden lang unterhalten die 16 Musiker - zwei Drittel davon sind Lehrer - ihr Publikum im voll besetzten Saal mit guten alten Standards. Und das, obwohl sich ein paar Meter weiter Altmeister Charlie Mariano die Ehre gab (siehe oben). Neben Big-Band-Swing dürfte daran der Special Guest von „Tuten und Blasen" seinen nicht unerheblichen Anteil haben: „Toscho" Todorovic, Kopf der Blues Company, steuerte mit Stimme und Gibson-Gitarre bluesige Töne zum Big-Band-Jazz bei.

Bandleader Robert Kretzschmar hat sich um den Gast schon im Vorfeld aufrichtig bemüht, hat die Toscho-Kompositionen „The Same Old Feeling" und „747" von Blues-Company- auf Big-Band-Format aufgeblasen. 

Doch auch Klassiker wie „Route 66" und „Mercy, Mercy, Mercy" stand die Mischung aus erdigem Blues und Swing gut zu Gesicht. Nicht zuletzt die Dialoge Toschos mit Sängerin Anita Schnitker-Hinrichs, mit Gitarrist Wolfgang Gerdes und mit dem Hammond-Freak Wolfgang Deffner zählten zu den aufregendsten Teilen des Abends.

Doch auch ohne Toscho bewiesen die Musikerinnen und Musiker der Formation, dass Jazz keineswegs nur Sache von Profis ist. Sondern dass die ambitionierten Amateure unter der Leitung von Robert Kretzschmar - der ist nun allerdings Profi, und was für einer - ihr Publikum ohne weiteres im guten alten, liebgewordenen Big-Band-Sound schwelgen lassen. Und das bis zum Schluss.